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Eintrittsfreie Veranstaltungen der Heinrich-Böll-Stiftung Bremen im Januar und Februar 2012

veröffentlicht:
16. Jan 2012
von: Hermann

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Bild (cc) Bundesarchiv / Wikimedia Commons Quelle

Die der Grünen Partei nahestehende Heinrich-Böll-Stiftung Bremen bietet regelmäßig eintrittsfreie kulturelle Veranstaltung. Die Stiftung schreibt über sich selbst: Vorrangige Arbeit der Stiftung ist die politische Bildung zur Förderung der demokratischen Willensbildung, des gesellschaftspolitischen Engagements und der Völkerverständigung. Darüber hinaus fördert die Stiftung Kunst und Kultur sowie Wissenschaft und Forschung und die Entwicklungszusammenarbeit. Mehr Infos auf www.boell-bremen.de

Donnerstag, den 19. Januar 2012 um 19:00 Uhr
Buchvorstellung und Lesung aus dem Briefwechsel von Heinrich Böll und Lew Kopelew
Haus der Wissenschaft, Sandstr. 4/5, Bremen

Die Korrespondenz Heinrich Bölls und Lew Kopelews dokumentiert einen Dialog, der von der Überzeugung getragen wurde, dass Gegenwart und Zukunft nur mit den Erfahrungen der Geschichte gestaltbar sind.

Grußwort: Prof. Dr. Susanne Schattenberg, Forschungsstelle Osteuropa in Bremen
Einführung: Elsbeth Zylla, Herausgeberin des soeben erschienenen Briefwechsels (Heinrich Böll - Lew Kopelew, Briefwechsel, Steidl-Verlag Göttingen)
Vortrag: Prof. Dr. Karl Schlögel, Historiker und Publizist
Lesung mit Peter Lüchinger und Christian Bergmann, Bremer Shakespeare Company

Sonntag, den 29. Januar 2012, 16:00 Uhr – 20:00 Uhr
Hitlers Hitparade und die 12 langen Jahre
Galerie Plantage 13, Eingang 26, 28215 Bremen

Die Ambivalenz der nationalsozialistischen Kulturpolitik kommt in zwei Dokumentarfilmen über Musik dieser Epoche zum Ausdruck. Im Anschluss an die Vorführungen wird es Gesprächsstoff geben, Suzanne Benze und Michael Meert diskutieren mit und für Wein und Brezeln ist gesorgt. Eine Veranstaltung der Heinrich-Böll-Stiftung Bremen in Zusammenarbeit mit dem Fernsehforum für Musik „The Look of the Sound“

16:00 Uhr Hitlers Hitparade (2004)
analysiert auf subtile Art die verführerische Komponente der nationalsozialistischen Zeit in Deutschland. Und zeigt dabei, wie sich ein Kulturvolk und eines der modernsten Länder der damaligen Zeit in einen moralischen Trümmerhaufen verwandelte. Ein Film von Oliver Axer (verstorben) und Suzanne Benze, die 2005 dafür den Grimme-Preis erhielten.

18:00 Uhr Die 12 langen Jahre (2010)
In Ergänzung dazu zeigt der Film von Michael Meert die andere Seite der Medaille: kritisches Kabarett oder die „innere Emigration“ am Beispiel des Komponisten Karl Amadeus Hartmann. Im Film musizieren Daniel Hope und Dominique Horwitz.

Montag, den 13. Februar 2012 um 18:00 Uhr
Bert Trautmann: Von der Bremer Hitlerjugend zur Manchester Torhüter-Legende
Ostkurvensaal, Franz-Böhmert-Straße 5, 28205 Bremen

Es ist die ungewöhnliche Lebensgeschichte eines 1923 im Bremer Arbeiterviertel Gröpelingen geborenen Deutschen, der gehasst und geliebt wurde und der spätestens mit dem englischen Pokalfinale von 1956 zur Legende wurde. Da rettete der deutsche Torhüter auf sensationelle Weise für Manchester City den Sieg, obwohl er mitten im Spiel einen Genickbruch erlitt. Nach sechs Monaten ist er wieder genesen und bestritt insgesamt 539 Spiele für City.

Trautmanns prägende Jahre sind nicht weniger interessant. Er wuchs in Nazi-Deutschland auf, wurde in der Hitlerjugend indoktriniert, kämpfte in Frankreich und an der Ostfront. Im März 1945 wurde er schließlich von den Briten gefangengenommen, kam nach England. Erst dort, meinte er später, begann seine wirkliche demokratische Erziehung. Vom britischen Kriegsgefangenenlager Camp 50 schaffte es Trautmann über den Amateurclub St. Helens Town zum Erstligisten Manchester City.

Martin Rooney, der 1948 in Manchester geboren wurde, erlebte als Jugendlicher die tollkühnen Paraden dieses Torhüters im Stadion an der Maine Road. Er wird mit einem Film auf Trautmanns sportliche Karriere eingehen, eigene Erinnerungen an diesen einmaligen Sportsmann vortragen, sowie Auszüge aus zwei Trautmann-Biographien vorlesen.

Mehr Infos auch auf www.boell-bremen.de




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