
Bild (c) AAA
In den Randbereichen der Stadt treffen wir auf Nutzungen, die nicht gegensätzlicher sein können: Hier wird in Altbeständen gewohnt, informelles Gewerbe hat sich angesiedelt und ungeplante Grüninseln breiten sich aus. Daneben erstrecken sich neu errichtete Gewerbeparks mit überdimensionierten Infrastrukturen und nach Ausgleichsschlüsseln ermittelte akkurat angelegte Grünanlagen.
Es sind diese Räume der Kontraste, in die ÖkoStadt und das Autonome Architektur Atelier (AAA) mit den Urbanen Ökostadtspaziergänge 2011 führen möchte. Unter dem Titel „RE:NATUR“ gilt es die ökologischen Qualitäten gewollter und ungewollter Naturareale zu vergleichen.
Der zweite Ökostadtspaziergang 2011 führt am 11. September ab 14 Uhr unter dem Titel “Natur Mischen” durch Walle - ausnahmsweise mit Fahrrad.
Termin: Sonntag, 11. September 2011, 14:00 Uhr, mit Fahrrad
Treffpunkt: Waller Bahnhof
Die Grenzen zwischen Stadt und Land verlaufen in Walle fließend. Kaum 100 Meter hinter dem Waller Bahnhof und in Hörweite der Waller Heerstraße, findet man sich schon im Waller Dorf. Die Stadt verliert sich hier in freistehenden Häusern und alten Bauernhöfen, landwirtschaftliche Wege führen in die weit ausgreifenden Parzellengebiete, die sich zwischen Walle und der Autobahn erstrecken. Die parzellierte Natur dient den Anwohnern als Rückzugs- und Versorgungsraum, der sich im Weiteren in den offenen Fluren des Blocklandes verliert.
Auf dem zweiten Urbanen Ökostadtspaziergang in diesem Jahr bewegen sich die Teilnehmer durch ein „klassisches“ Grüngebiet. Vom Menschen geplante und gepflegte Grünflächen und Gärten spiegeln dabei das Bild eines als attraktiv bewerteten Grün wider. Verlockend ist der wahrnehmbare Kontrast am Übergang zur ungepflegten, wilden Natur, die sich in verlassenen Parzellen wieder ihren Weg bahnt und die geordnete Idylle überwuchert. Im Umgang und den Konflikten mit diesen Gebieten des Kontrollverlustes lässt sich unsere Definition von Natur erkennen.
Der dritte ÖkoStadtspaziergang findet am 16. Oktober statt.
Weitere Informationen:
ÖkoStadt Bremen e.V.
Telefon: (0421) 70 1000 31
Email: info@oekostadt-bremen.de
www.oekostadt-bremen.de
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