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07.08., 18 Uhr - Soirée zur Premiere von Einar Schleefs “Mütter” im Concordia Theater

veröffentlicht:
7. Aug 2010
von: Sonja

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Bild (c) PIXELIO.de

O MENSCHEN. WOZU BAUT IHR WAFFEN UND SCHLAGT EINANDER TOT.

Das Theaterlabor lädt zu einer kostenlosen Soirée anlässlich der bevorstehenden Premiere von Einar Schleefs “Mütter” ein.

Die Soirée findet am 07. August 2010 um 18:00 Uhr statt. Es sprechen:
- Wolfgang Behrens, Theaterkritiker, u.a. bei nachtkritik.de und ausgewiesener Schleef-Experte
- Hans-Ulrich Müller-Schwefe, Co-Autor “Mütter” und Lektor beim Suhrkamp Verlag
- Patrick Schimanski, Regisseur von “Mütter”
- Moderation: Alexander Schnackenburg


MÜTTER
von Einar Schleef und Hans-Ulrich Müller-Schwefe

Nach Peter Hacks und Heiner Müller widmet sich das theaterlabor bremen dem dritten großen Dramatiker der DDR

Das theaterlabor bremen bleibt sich treu: das Ensemble spielt nach Peter Hacks und Heiner Müller auch in diesem Sommer einen Dramatiker aus der ehemaligen DDR. Es eröffnet die neue Spielzeit mit dem StückMÜTTER von Einar Schleef. Der 2001 verstorbene Schleef arbeitete nicht nur als Schriftsteller und Regisseur, sondern machte sich überdies als Maler, Fotograf und Bühnenbildner einen Namen. Elfriede Jelinek urteilte in einem Nachruf über ihn: „Es hat nur zwei Genies in Deutschland nach dem Krieg gegeben, im Westen Fassbinder, im Osten Schleef.”

Bei Schleefs 1986 am Schauspiel Frankfurt uraufgeführter Tragödie „Mütter“ handelt es sich genau genommen um eine Adaption und Neuübersetzung verschiedener Texte der großen antiken Dichter  Aischylos und Euripides. Im Kern geht es um das erbitterte Zerwürfnis zwischen den Söhnen des Ödipus. Eteokles, König von Theben, bringt Polyneikes um seinen Erbteil. Um dem Brudermord zu entgehen, flüchtet Polyneikes nach Argos und stellt mit Hilfe Adrastos, des Königs von Argos, ein Heer gegen Theben auf. Die Angreifer scheitern jedoch und kommen allesamt um, ebenso Eteokles. Als der neue Herrscher Thebens, Kreon, die Toten nicht herausgeben will, bitten die Mütter der Gefallenen Theseus um Hilfe.

So die Ausgangssituation, in deren weiterem Verlauf sich eine spannende Geschichte entwickelt, in welcher Akteure getrieben scheinen zwischen inneren Widersprüchen und der Verpflichtung gegenüber dem Gesetz der Gastfreundschaft und Gewährung von Asyl. Schleef verstand sich zeit seines Lebens als Exilant, als heimatlos und heimatsuchend. Eben dies spiegelt sich auch in „Mütter“: die Handlung kreist um Krieg und Kriegsfolgen – Heimatlosigkeit eingeschlossen.

Weitere Infos zu den Aufführungen:
http://www.theaterlab.de/theater/stuecke.php


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