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20.05. 19:30 Vernissage “Verreist” - Malerei der Bremer Künstlerin Maryam Motallebzadeh

veröffentlicht:
13. Mai 2010
von: Hermann

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Bild (c) Pressemitteilung

Gemälde der Bremer Künstlerin Maryam Motallebzadeh werden von Freitag, 21. Mai, bis Sonnabend, 30. Juni, in der DKV-Residenz in der Contrescarpe, Am Wandrahm 40-43 ausgestellt. Eröffnet wird die Ausstellung mit dem Titel “Verreist” mit einer Vernissage am Donnerstag, 20. Mai, um 19.30 Uhr.

In den Arbeiten der seit 1999 in Bremen lebenden persischen Künstlerin Maryam Motallebzadeh geht es um Fläche und Abstraktion, in der Thematisierung der persischen Schrift um ihre kulturellen Wurzeln, um Bindungen an die iranische Heimat. In anderen Arbeiten sind Reihen von Rechtecken über kleinteilig strukturierten Flächen, Zeichen einer Ordnung. Dabei geht es um die Sehnsucht nach einer lebendigen Strukturierung. Auch wenn das alles sehr programmatisch klingt, sind Intuition und Zufall wichtige Elemente der Gestaltung.

Seit einigen Jahren widmet sich Maryam Motallebzadeh abweichend von der Konzeptkunst zunehmend frei assoziativ Motiven, die sie aus der Natur bezieht. Auf zahlreichen Reisen, u.a. nach Naminbia, Andalusien, Russland und Marooko hat sie Inspirationen für eine neuartige abstrakte Umsetzung gesammelt. Auf Basis vor Ort erstellter Skizzen oder Fotos hat sie im heimatlichen Schwachhausen Emotionen und Eindrücke auf die Leinwand gebracht. Aber auch mit den neu entstandenen Bildern will Maryam Motallebzadeh dem Betrachter keine Naturerlebnisse wiedergeben oder Botschaften vermitteln, sondern ihm Raum lassen, in eigener Zwiesprache mit jeder einzelnen Arbeit eigene emotionale Wirkungen aufzuspüren.

Über ihre Malerei sagt Maryam Motallebzadeh: „Ich binde gerne Dinge zusammen, die nicht zusammen gehören, obwohl dennoch eine Beziehung existiert. Das können Materialien sein, die nicht zusammen passen, wie z.B. Acryl und Ölfarben. Auf postive Weise kämpfen die Farben auf der Leinwand und ergänzen sich dennoch.“ Im übertragenen Sinne spiegelt sich hier auch ein „Kampf unterschiedlicher Kulturen“, die sich schließlich harmonsch ergänzen und zusammenfügen. Hier wird das Motiv der Künstlerin deutlich, die individuelle Erfahrung von Interkulturalität und kultureller Diferenz für die internationale Verständigung zu nutzen.

Maryam Motallebzadeh hat ihre Arbeit als bildende Künstlerin in Teheran begonnen, erhielt bereits als 13-Jährige einen renommierten Kunstpreis für Malerei und hatte seit 1979 verschiedene Ausstellungen in Teheran, darunter unter anderem auf der Biennale für Malerei im dortigen Museum für Zeitgenössische Kunst oder auch als Einzelausstellungen in verschiedenen Galerien. Sie war an internationalen Kunstausstellungen beteiligt, in Thailand, Skandinavien, Österreich, Spanien, der Schweiz und auch in Deutschland. 2005 trat sie als Angehörige der Hochschule für Künste in Bremen mit ersten Audio-Installationen (das John-Cage-Projekt „Der sprechende Baum“) und Performances an die Öffentlichkeit. Der Diplomabschluss als bildende Künstlerin folgte 2007. Video-Produktionen und Raum-Installationen charakterisieren weitere Entwicklungen.

Die Ausstellung ist täglich vom 21. Mai bis 30. Juni von 11.30 Uhr bis 17 Uhr zu sehen. Die Vernissage findet am Donnerstag, 20. Mai, um 19.30 Uhr im Beisein der Künstlerin statt. Die Kunsthistorikerin Regina Gramse führt in das Werk ein. Nähere Informationen gibt es unter der Rufnummer 0421 / 32290.

„Verreist“
Gemälde von Maryam Motallebzadeh
Vernissage: Donnerstag, 20. Mai 2010, 19.30 Uhr
21. Mai bis 30. Juni 2010: 11.30 Uhr bis 17 Uhr
DKV-Residenz in der Contrescarpe, Am Wandrahm 40-43, 28195 Bremen
Telefon 0421 / 32290
Eintritt frei


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