Bild (c) Joachim “Bommel” Fischer
Ausstellungseröffnung Sonnabend, 1. Mai um 11.30 Uhr
„Verloren – gefunden“ - Materialbilder von Joachim „Bommel“ Fischer
Ausstellung in der Wassermühle Barrien
An der Wassermühle 4b, 28857 Syke-Barrien, Telefon: 04242 – 7170
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Dauer: 1. - 30. Mai 2010
Öffnungszeiten: Di-Sa 15-20 Uhr, Sonn- & Feiertags 10-18 Uhr
Auf den Straßen und Wegen der Städte liegt viel herum, was dort eigentlich nicht hingehört. Was Menschen verloren oder fort geworfen haben, ist für den Bremer Künstler Joachim „Bommel“ Fischer jedoch nicht wertlos, sondern die Grundlage für seine Materialbilder. Unter dem Titel „Verloren – gefunden“ stellt er Arbeiten in der Wassermühle Barrien aus. Die Ausstellung wird am Sonnabend, dem 1. Mai um 11.30 Uhr unter der Moderation vom Manfred Palm, dem Vorsitzenden des Kunstvereins Syke, im Beisein des Künstlers eröffnet. Am Donnerstag, dem 20. Mai steht Bommel-Fischer um 20 Uhr zum Künstlergespräch bereit und liest eigene Geschichten vor, wie sie regelmäßig mittwochs in der Syker Kreiszeitung veröffentlicht werden. Die Ausstelung endet am 30. Mai.
In Fischers Materialbildern, fachmännisch Assemblagen genannt, finden sich Plastikteile, Drähte, Holzstücke und andere Dinge, die Menschen verloren oder fort geworfen haben. „Ich spiele mit den Fundstücken, bis ich eine Anordnung gefunden habe, die mich anspricht“, erklärt Joachim „Bommel“ Fischer seine Arbeit mit den verschiedenen Materialien. „Nach diesem ersten Arrangement folgt meistens eine Zeit, in der ich die Objekte liegen lasse. Manchmal verschiebe ich in dieser Phase noch etwas oder füge noch Dinge hinzu, bis ich mit der Anordnung zufrieden bin und diese auf einer bemalten Holzplatte fixiere.“ Auf diese Weise gestaltet der Mann mit der markanten Bommelmütze fantasievolle Bilder. Da wird ein Marmeladenglasdeckel zu einer Sonne, ein Draht zu einer menschlichen Figur und der Verschlussclip einer Brottüte zu einem Vogel. Fundstücke, die Fischer nach einer gewissen Zeit dann doch nicht verarbeitet hat, entsorgt er fachgerecht und leistet auf diese Weise einen kleinen Beitrag zur Sauberkeit Bremens.
Mit seinen Materialbildern zeigt Fischer, dass man auch mit scheinbar Wertlosem noch etwas anfangen kann. Die Arbeit mit Fundstücken, die er als „kreatives Recycling“ bezeichnet, zieht sich wie ein roter Faden durch Fischers künstlerisches Leben. Erste Arbeiten in dieser Machart fertigte Fischer bereits vor etwa 20 Jahren an. Seit 1999 befinden sich Materialbilder von ihm in Bremer Staatsbesitz. Einen Überblick über Fischers künstlerisches Schaffen gibt seine Homepage unter www.Bommel-Fischer.de.
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