
Zwischen Schönheit und Horror
Der New Yorker Fotograf und Umweltaktivist J Henry Fair zeigt “Industrial Scars”
Vernissage:
6. Mai 2010, 19 Uhr, Spedition – mit Einführung von J Henry Fair
Ausstellung:
6. bis 23. Mai 2010 (Spedition)
7. Mai bis 2. Juli 2010 (Arbeitnehmerkammer)

Mit kleinen Flugzeugen kreist J Henry Fair für seine Fotoreihe über Industriegebieten und bringt ans Licht, was sonst hinter Mauern und Zäunen verborgen bleibt: von Chemikalien verseuchte Flüsse, zerklüftete Kraterlandschaften des Tagebaus, Abwasserseen so groß wie Fußballfelder. Auf Fairs Bildern erscheinen sie als ästhetisches Form- und Farbenspiel, das den Betrachter unmittelbar in seinen Bann zieht. Die Schönheit auf den ersten Blick weicht dem Horror der nachfolgenden Erkenntnis, wenn klar wird was tatsächlich zu sehen ist. Die Faszination bleibt, lässt den Betrachter nicht mehr los und bringt ihn dazu, Fragen zu stellen. Über die Kunst gibt Fair so entscheidende Impulse für eine neue Auseinandersetzung mit den Themen Klimawandel, Massenproduktion und Energiegewinnung.
Die Suche nach neuen Motiven sowie Ausstellungen und Workshops führten J Henry Fair in den letzten Jahren u. a. nach Kanada, Kenia, Singapur, Jerusalem, Spanien und Italien. Für Ausstellungen in Berlin und Köln lichtete er 2007 und 2008 den Tagebau im Rheinland und in der Lausitz ab. Im Herbst erscheint in den USA das erste Buch über die Industrial Scars bei Power House Books. (http://www.powerhousebooks.com/book/1164) Ganz aktuell wird J Henry Fair zwischen dem 28. und 30. April weitere Luftaufnahmen über dem Ruhrgebiet und dem Braunkohlerevier Garzweiler machen.
This post is tagged Ausstellung, vernissage











Ein Kommentar
Hey,
ich hab die Ausstellung gesehen. Grundsätzlich bin ich bei so einem Thema immer etwas skeptisch im Bezug auf die Umsetzung, da man so ein Thema sehr leicht verfehlen kann. allerdings muss ich sagen das es hier sehr gut gelungen ist. Glückwunsch!
Was meinst du?