Bild aus: Francis Alÿs, Paradox of Praxis 1 (Sometimes Making Something Leads to Nothing): Courtesy of the artist and Galerie Peter Kilchmann
“Die Lockmittel der Spur und die Kunst der Verfolgung.
Francis Alÿs’, Sophie Calles und Janet Cardiffs Zeichnung des öffentlichen Raums” - Ein Vortrag von Dr. Mirjam Schaub
Ort: Künstlerhaus Bremen / Am Deich 68|69 / 28199 Bremen
In den Arbeiten vieler GegenwartskünstlerInnen tauchen Spuren weder als eine positive Technik der Wissenserzeugung auf, noch funktionieren sie im Sinne einer negativen Semiologie, die auf eine uneinholbare Abwesenheit verweisen würde. Vielmehr präsentieren sie sich als ein unheimliches Drittes: Sie provozieren beim Betrachter eine Form von Verfolgung, die Erwartung, Angst und Ambivalenz erregt und den geschützten Rahmen der Kunstrezeption zu verlassen droht.
Der Vortrag von Dr. Mirjam Schaub widmet sich dieser Funktionsform der Spur. Exemplarisch für den bewussten Einsatz der Taktik des Spurenlegens im öffentlichen Raum werden in ihm Werke von Francis Alÿs, Sophie Calle und Janet Cardiff examiniert.
Dr. phil. habil. Mirjam Schaub studierte Philosophie, Psychologie und Politikwissenschaft. Parallel absolvierte sie eine Ausbildung zur Redakteurin an der Deutschen Journalistenschule München. Sie ist als freie Kunstkritikerin tätig und derzeit als Visiting Research Fellow am Institute for Advanced Studies in the Humanities an der University of Edinburgh.
Der Vortrag Die Lockmittel der Spur und die Kunst der Verfolgung. Francis Alÿs’, Sophie Calles und Janet Cardiffs Zeichnung des öffentlichen Raums findet anlässlich der Ausstellung Fische hinterlassen keine Spuren statt.
Fische hinterlassen keine Spuren
Mircea Cantor / Igor Eškinja / Sofia Hultén / Barbora Klímová /
Ján Man?uška / Jonathan Monk / Lutz-Rainer Müller
20. Februar – 2. Mai 2010
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