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21.02. 19:00 Lesung wort:injektion mit Martin von Arndt im Lagerhaus

veröffentlicht:
19. Feb 2010
von: Hermann

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Der Autor! Bild (c) Ansgar Nöth, Würzburg


Diesen Sonntag, 21. Februar 2010 ab 19:00 Uhr gibt es in der mediencoop in der 3. Etage des Lagerhauses wieder eine hochinteressante Lesung der Reihe wort:injektion mit dem Autor Martin von Arndt. Viel Spass!

Wer sendet ihm Monat für Monat anonym ein leeres Blatt per Einschreiben? Und was will er ihm damit sagen? Gibt es ein dunkles Geheimnis in seiner Vergangenheit oder in der seiner Familie? Der Held des Romans “Der Tod ist ein Postmann mit Hut” von Martin von Arndt ist Julio, geschieden von seiner Frau Ines, die er noch immer geradezu pathologisch liebt, nicht mehr ganz jung, beruflich gedemütigt (er lebt davon, Klassiker der Rockmusik für chinesische Schnellimbisse aufzubereiten) und mitten in einer Depression. Nach anfänglicher Lethargie macht er sich auf, dem Urheber des Schreibens und dem Sinn der Briefe auf den Grund zu gehen und es beginnt eine Reise, die sein Leben ordentlich durcheinander schüttelt

Von Arndt wurde 1968 als Sohn ungarischer Eltern in Stuttgart geboren. Seine Veröffentlichungsliste ist lang und beinhaltet Prosa, Lyrik und Wissenschaftliches. Er ist Gründungsmitglied der Experimentalmusik-Formation Printed at Bismarcks Death und in dieser Eigenschaft auf zahlreichen LPs und CDs vertreten. Außerdem übersetzt er Lyrik aus dem Französischen, Spanischen, Amerikanischen und Ungarischen.

Sein neuer Roman scheint es der Öffentlichkeit durchweg angetan zu haben. So heißt es etwa in der Berliner Literaturkritik: “Großartig verstörende Prosa. Isolation, Schmerz, kaputte Liebe und kaputte Familie” das waren die Themen, die von Arndt in “ego shooter” wunderbar analytisch sezierte. “Der Tod ist ein Postmann mit Hut” ist eine leisere, still erzählte Geschichte. Martin von Arndts Sprache ist sanfter, sie wirkt, der österreichischen Idiome und Mundart wegen, fast ein wenig altmodisch. Das ist aber nichts Schlechtes. Ganz im Gegenteil. So folgt man dem Protagonisten umso lieber ” mit bedächtigen Schritten auf dessen Weg, die Leere zu füllen.”


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