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Kulturprogramm des Institut Francais - Januar bis März

veröffentlicht:
10. Jan 2010
von: Sonja

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[Foto via Photocase: User calmate]

Kulturprogramm des Institut Francais
Das Institut Francais in Bremen bietet ein reichhaltiges Kulturprogramm an, darunter auch viele Veranstaltungen, die keinen Eintritt kosten. Hier eine Übersicht:
19.01., 19:30 Uhr - Sonia Ristic: Lesung in französischer Sprache

Ende der 90er Jahre kehrt Tamara, eine vor mehreren Jahren nach Paris emigrierte Studentin serbischer Abstammung, wegen einer Erbschaft in ihre Heimat zurück. In Belgrad wohnt sie bei einem jungen Paar, Vesna und Alexandre, ihrer Sandkastenliebe. In der gebrochenen Stadt, die sie nicht mehr wiedererkennt, gibt sie sich einer gewalttätigen und unkontrollierbaren Leidenschaft hin. Die Schandtaten des Kriegsgewinnlers springen ihr zwar ins Auge, aber Tamaras persönliche Entwicklung wird lang und chaotisch, bevor sie sich seinem Einfluss endlich entziehen kann…

Sonia Ristic wurde 1972 in Belgrad als Kind eines serbischen Vaters und einer kroatischen Mutter geboren. Ihre Kindheit verbrachte sie im ehemaligen Jugoslawien und in Afrika. Seit sechzehn Jahren lebt sie in Paris. Die Theaterautorin hat bereits mehrere Stücke geschrieben und veröffentlichte 2008 bei Actes Sud Junior nun ihren ersten Roman Orages, der einer der Anwärter auf den Prix des Lycéens allemands 2010 ist.

24.01., 13:00 - 18:00 Uhr - Tag der offenen Tür
Auch in diesem Jahr lädt das Institut français zum Tag der deutsch-französischen Freundschaft mit einem buntgefächerten unentgeltlichen Angebot für Alt und Jung zu einem Tag der offenen Tür ein: Konzerte, Kinder-Workshops, Sprachtests, Kochkurse für Große und Kleine, Ausstellung, Zaubereien, Quiz, Spiele und Vorträge über Aufenthalte in Frankreich.

13.00 : Fotoausstellung Lozère von Alfons Gellweiler
13.00, 14.00, 15.00, 16.00 : Animation France Mobil
13.30, 15.00 : Kochworkshop Kochvergnügen für eine Party (Jugendliche / Erwachsene)
13.30 : Vortrag von France-Service Au pair und mehr…
14.00 : Feierliche Übergabe der Delf-Zeugnisse

14.00 : Vortrag Das deutsch-französische Studium

14.00-17.00 : Sprachtests und Ratschläge für die Delf Examens-Vorbereitung
15.00 : Vortrag Austauschprogramme und Auslandsaufenthalte in Frankreich
15.00 : Konzert des deutsch-französisches Chors
15.00, 16h30 : Close-up Magie
15.30 : Zaubershow

17.00 : Galette des rois

Ganztags: Musikalische Weltreise mit Sévane et Manu
? Bücherflohmarkt
? Infostand des Institut français
? Infostand des deutsch-französischen Jugendwerks
? Infostand für das deutsch-französische Studium
? Infostand von France-Service
? Infostand vom bilingualen Zweig in Gymnasium Horn
? Gewinnspiel

27.01., 19:30 Uhr - André Rauch : Ist es sinnvoll, eine Kulturgeschichte des Mannes zu schreiben? Vortrag in deutscher Sprache

Im Rahmen der Literarischen Woche, die dieses Jahr dem Thema „Der Mann in der Krise“ gewidmet ist, wird André Rauch, Professor für Soziologe an der Universität Straßburg, den Umgang mit der Kulturgeschichte des Mannes beleuchten. Die Geschichte der Geschlechter, neudeutsch spricht man von Genderforschung, männlich oder weiblich, wurde lange Zeit durch Forderungen seitens der Frauen und der feministischen Bewegung vorangetrieben. In welchem Sinnzusammenhang können wir heute die Geschichte des Mannes stellen, geht es um Virilität und Männlichkeit?

Wir kennen einige mannhafte Stereotypen: Der Krieger und der Soldat, der Chef und der Bourgeois, der Ehemann und der Familienvater – sie sind durch verschiedenste Umwälzungen und Krisen ins Wanken geraten: Emanzipationsbewegungen, Gleichstellung von Mann und Frau, Änderungen im Scheidungs- und Familienrecht, Anerkennung der Homosexualität, usw.
Ferner gibt es auch eine Kulturgeschichte der Leidenschaft. Die Herrschaft oder Beherrschung der Liebe. Die Rolle der Liebe in der Befreiung der jungen Mädchen und Frauen, Liebe als Gegensatz oder Ergänzung zum Hass. Wenn uns die Geschichte der Frau gelehrt hat, dass Historiker und Historikerinnen dem Geschlecht Rechnung tragen müssen, so weist die Geschichte des Mannes auf Gesellschaftskrisen hin, die durch die französische Revolution und die Erklärung der Menschenrechte ausgelöst wurden.

02.02., 19:00 Uhr - Ciné-Club : “Le Fils” (Regie: Les freres Dardenne)
B / F 2003, 103 Min.
Geschieden und eingeschlossen in seine Einsamkeit seit dem Tod des Sohnes, arbeitet Olivier als Tischlermeister in einer Werkstatt für straffällige Jugendliche. Er verbarrikadiert sich in der Arbeit, bis er eines Tages den jungen Lehrling Francis in der Werkstatt aufnimmt. Der Film erzählt die Geschichte einer Isolation, eines Mannes, der seinen Sohn verloren hat und der sich in den Krach der Fabrik flüchtet, um die Leere zu füllen, die der Tod seines Kindes hinterlassen hat. Es ist auch die Geschichte einer Vergebung und des langen Weges dorthin. Die emotionale Ladung des Films wird getragen durch die überragende Leistung des Hauptdarstellers Olivier Gourmet.
19.02. bis 12.03. - Ausstellung : Aurélie Ferdane
Vernissage : 19.02., 18:00 Uhr
Ob nun mit Beton, Zement oder Seidenpapier, immer vereint Aurélie Ferdane in ihrer plastischen Arbeit Stärke und Zerbrechlichkeit, Transparenz und Intransparenz, Auftauchen und Vergraben. Als Leitmotiv erscheint das menschliche Gesicht, ihre Werke erinnern an die informelle Kunst sowohl im Gebrauch der Materialien als auch in der leitenden Geste, die unterschwellig auf eine ethische Dimension hinweist. Die dumpfe Gewalt der Bilder, deren Oberfläche aus Zement oder Teer von einem Liniennetz zerrissen ist, wird willentlich in einer dürftigen, dunklen Farbigkeit gehalten, um ihre expressive Ladung aufs Höchste zu konzentrieren.

In Bremen nahm die Künstlerin 2008 an der Ausstellung In between und 2009 an 20 Jahre Galerie am schwarzen Meer und Gebetene Gäste im Rahmen des Festivals Globale (Radio Bremen, Senator für Kultur) teil

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02.03., 19:00 Uhr - Ciné-Club: “L’Enfant” (Regie: Les freres Dardenne)
Der zwanzigjährige Bruno und die achtzehnjährige Sonia, beide elternlos, kosten ihre späte Kindheit aus, eine Kindheit, die sie niemals hatten. Bis zu dem Moment als ihr Baby Jimmy sich ankündigt … Wie kann Bruno seine Rolle als Vater ausfüllen? Wird es ihm gelingen, sein Schicksal in die Hand zu nehmen und aufzuhören, selbst das Kind zu spielen?
Mit der Handkamera auf den Schultern nehmen die Brüder Dardenne uns erneut mit in die Welt der „einfachen Leute“ und gehören dank dieses neuen Meisterwerks zum erlesenen Kreis derjenigen Filmemacher, die zum zweiten Mal in Cannes ausgezeichnet wurden.
06.03. und 07.03. - Bruno Monsaingeon : Rétrospective
Veranstaltung im Rahmen des Internationalen Fernsehforums für Musik

Der französische Geiger Bruno Monsaingeon wurde 1943 geboren und zählt heute mit seinen Dokumentarfilmen über Musik und bedeutende Interpreten zu den Meistern seines Faches. Als Produzent und Regisseur widmete er zahlreiche Filme den großen Musikern und Komponisten des 20. Jahrhunderts. Er ist Träger mehrerer wichtiger Preise und regelmäßig Teilnehmer internationaler Filmfestivals. Zur Eröffnung des diesjährigen „The Look of the sound“- Festivals im Institut français wird Bruno Monsaingeon dem Publikum einige seiner Arbeiten vorstellen.

Programm
Samstag, 06. März
17.45 Uhr Einführung durch Bruno Monsaingeon
18.00 Uhr Richter, Der Unbeugsame (1997) 2 x 77 Min. DF
21.00 UhrGlenn Gould, l’alchimiste (1972-1974), 156 Min., OmdU
Sonntag, 07. März
18.00 UhrDavid Oistrakh (1994), 75 Min. OmfrU
19.30 UhrDietrich Fischer-Dieskau, Die Stimme der Seele (1995), 104 Min. DF

19.03.2010, 18:00 Uhr - Fête de la francophonie
Die Fete de la francophonie wird mit einem hochkarätigen Programm gefeiert: z.B. eine Ausstellung mit Künstlerbüchern, die Lesung eines bedeutenden frankophonen Romanschriftstellers unserer Zeit und zum Abschluss das „Buffet francophone“.

Programm
Ausstellung: Livres pauvres
- Vernissage: 19. März, 18:00 Uhr
- Ausstellung: 19. März - 23. April

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Daniel Leuwers / Dominique Médard « Tanger »

Die außergewöhnliche Künstlerbuchsammlung livres pauvres wurde 2001 von Daniel Leuwers gegründet. Sie umfasst mehrere hundert Titel, jedes Buch beinhaltet Originalwerke eines Malers und den handschriftlichen Text eines Dichters.

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Max Fullenbaum / Georges Badin « Amour cornélien»

Im Gegensatz zu anderen Künstlerbüchern, die meist bibliophilen Sammlern vorbehalten sind, erscheinen die livres pauvres nur in einer Auflage von 6 oder 7 Exemplaren, auf Druck und Verlag wird verzichtet. Sie sind nicht im Handel erhältlich, sondern werden durch Ausstellungen einem möglichst breiten Publikum zugänglich gemacht. Diese Meisterwerke vereinen die größten Namen der frankophonen Dichtkunst und Malerei. Daniel Leuwers wird sie im Laufe des Abends persönlich vorstellen.

Alain Mabanckou
- Zweisprachige Lesung, 19. März, 19:00 Uhr

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Photo : © Hermance Triay

Alain Mabanckou wurde 1966 in Pointe-Noire in der Republik Kongo geboren. Nach dem Jurastudium in Brazzaville, arbeitet er für den Suez- Konzern und veröffentlicht nebenher einige, von der Kritik hochgelobte Gedichtbände. Er verlässt den Konzern, um als writer in residence in die USA zu gehen, unterrichtet an der University of Michigan und wird Professor an der UCLA in Los Angeles. Alain Mabanckou ist Romanautor, Dichter und Essayist. Der preisgekrönte Autor von rund einem Dutzend Bücher gilt heute als Galionsfigur der frankophonen Literaturszene, besonders nach dem Erfolg seiner Romane Petits-fils nègres de Vercingétorix, African Psycho, Mémoires de porc-épic (Prix Renaudot) und Verre cassé. Sein jüngster Roman, Black Bazar (wie alle bei den Editions du Seuil verlegt), wurde sofort zu einem großen Erfolg bei Kritik und Publikum und zählt zu den zwanzig bestverkauftesten Büchern in Frankreich. In deutscher Übersetzung ist er im Februar 2010 beim Liebeskind Verlag erschienen.


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