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21. - 30.01.: 34. Literarische Woche Bremen

veröffentlicht:
10. Jan 2010
von: Sonja

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Bild (c) Literarische Woche

Die 34. Literarische Woche Bremen bietet jede Menge Veranstaltungen rund im das Thema “Der Mann in der Krise?”

Wir stellen Euch die Termine vor, zu denen kein Eintritt erhoben wird:

Freitag, 22.01., 18:00 - Vernissage Casey McKee: »Robber Barons«
In Bilderserien wie »Corporate Warfare« (2005) oder »9 to 5« (2007) hat Casey McKee männliche Anzugträger in prekäre Situationen verschoben. Manager melken Kühe, Finanzdienstleister finden sich im Boxring wieder. Seine spezielle Mischung aus fotografischer Inszenierung und Malerei schafft mit »Robber Barons« – diesmal ausgehend von Kriegsfotografien – neue Krisenbilder.
Casey McKee, 1976 in Phoenix / Arizona geboren, lebt seit einigen Jahren als freier Künstler in Berlin. Zuletzt waren Ausstellungen in Frankfurt (2008) und Hamburg (2009) zu sehen.

Begrüßung: Erwin Miedtke
(Rudolf-Alexander-Schröder-Stiftung)
Einführung: Tim Schomacker
Öffnungszeiten: Mo u. Di 10-19, Mi 13-19, Do 9-20,
Fr 10-19, Sa 10-16 Uhr

Veranstaltungsort: Zentralbibliothek, Am Wall 201, Wall-Saal

Abbildung: Finn-Ole Heinrich (Foto: © Dylan E. Thompson)

Sonntag, 24.01., 12:00 - Literarische Matinee:
Lesung und Gespräch mit Michael Roes und Gunter Geltinger
Michael Roes (»Die fünf Farben Schwarz«, Matthes und Seitz Berlin, 2009) und Gunter Geltinger (»Mensch Engel«, Schöffling & Co, 2008) stellen ihre aktuellen Bücher vor und sprechen mit Jan Künemund (Edition Salzgeber) über biografische Erfahrungen zum Thema der Woche.
Michael Roes, geboren 1960 in Rhede, studierte Psychologie, Philosophie und Germanistik und arbeitete danach als Regie- und Dramaturgieassistent an der Schaubühne am Lehniner Platz in Berlin. Längere Aufenthalte im Nahen Osten und in Amerika führten u.a. zu Werken wie dem Roman »Rubal-Khali. Leeres Viertel«, für den er 1997 den Bremer Literaturpreis erhielt.
Gunther Geltinger wurde 1974 in Erlenbach am Main geboren und studierte in Wien Drehbuch und Dramaturgie sowie an der Kunsthochschule für Medien in Köln. Er nahm an der Autorenwerkstatt Prosa des Literarischen Colloquiums Berlin teil und wurde mit dem Rolf-Dieter-Brinkmann-Stipendium der Stadt Köln ausgezeichnet. »Mensch Engel« ist sein erster Roman.
Begrüßung: Barbara Lison (Rudolf-Alexander-Schröder-Stiftung)
Moderation: Jan Künemund (Edition Salzgeber)
Büchertisch: Buchhandlung Thalia
Veranstaltungsort: Zentralbibliothek, Am Wall 201, Wall-Saal

Abbildung: Michael Roes (Foto: © Oliver Killig)

Abbildung: Gunter Geltinger (Foto: privat)
Montag, 25.01., 20:00 - Bremer Literaturpreis 2010: Lesung der Preisträger
Der Bremer Literaturpreis wird seit 1954 verliehen; er ist aktuell mit 20.000 Euro dotiert. 1977 wurde zusätzlich ein Förderpreis eingerichtet. Das Preisgeld in Höhe von 6.000 Euro stiftet seit 2004 die ÖVB Öffentliche Versicherung Bremen. Die Überreichung beider Preise durch den Vorsitzenden des Vorstands der Rudolf-Alexander-Schröder-Stiftung findet traditionell um den 26. Januar herum, den Geburtstag Rudolf Alexander Schröders, im Bremer Rathaus statt.
Moderation: Dr. Lothar Müller
Büchertisch: Buchhandlung Thalia

Veranstaltungsort: Schauspielhaus Bremen, Goetheplatz 1
Die Preisträger 2010: Clemens J. Setz und Roman Graf (Förderpreis)
Clemens Setz (Foto: © Lukas Beck)
Clemens J. Setz, 1982 in Graz geboren, studiert dort Mathematik und Germa-nistik. Er ist Obertonsänger, Übersetzer und Gründungs-mitglied der Literaturgruppe »Plattform«. Er veröffentlichte Gedichte und Erzählungen in Zeitschriften und Antho-logien, u. a. in »manu-skripte«, »Lichtungen«, »Jahrbuch der Lyrik 2007« sowie im Rundfunk. 2007 erschien sein Romandebüt »Söhne und Planeten«. »Die Frequenzen« ist sein zweiter Roman. Clemens J. Setz lebt und arbeitet in Graz.
Abbildung: Buchcover Clemens J. Setz: Die FrequenzenDie Frequenzen, Residenz Verlag, 2009

Aus der Jurybegründung:
»Clemens J. Setz erhält den Bremer Literaturpreis für einen unerhörten Vater-Sohn-Roman, der sprachliche Könnerschaft mit Intelligenz und Leichtigkeit ausspielt. Mit anarchischer Phantasie unternimmt Setz eine schonungslos präzise Demontage des Familienromans. Zielsichere Komik und abgründige Metaphern verbinden sich zu einem sensorischen Wunderwerk, in dem sich eine neue Stimme von beängstigender Intensität und künstlerischer Autonomie eindrucksvoll manifestiert.«
Roman Graf ist 1978 in Winterthur, Schweiz, geboren. Nach einer Lehre als Forstwart, längeren Aufenthalten in London und Grenoble sowie der Tätigkeit als Behindertenbetreuer studierte Publizistik an der Schule für Angewandte Linguistik in Zürich und absolvierte von 2003 bis 2007 das Deutsche Literaturinstitut in Leipzig. 2007 Artist in Residence in der Villa Decius, Krakau, sowie ein Aufenthaltstipendium im Edith-Stein-Haus in Breslau. Verschiedene Publikationen in Literaturzeitschriften und Anthologien. Roman Graf lebt als freier Autor in Leipzig und in Winterthur.

Roman Graf (Foto: © Stefan Kubli)
Herr Blanc, Limmat Verlag, 2009
Aus der Jurybegründung:
»Roman Graf erhält den Förderpreis zum Bremer Literaturpreis für seinen Erstlingsroman ›Herr Blanc‹, in dem er eine abgründig trostlose Lebens- und Liebesgeschichte in radikaler Konsequenz aus dem inneren Gedankenstrom seiner Figur heraus erzählt. Roman Grafs aufreizend nüchterne Sprache schöpft die Komik aus dem schreienden Widerspruch zwischen Blancs überschießender Gedankenwelt und der Ereignislosigkeit seines Alltags.«

Abbildung: Buchcover Roman Graf: Herr Blanc

Dienstag, 26.01., 12:00 - Verleihung der Preise
Begrüßung: Bürgermeister Jens Böhrnsen, Senator für Kultur
Laudationes: Mathias Gatza auf Clemens J. Setz,
Dr. Roman Bucheli auf Roman Graf
Musik: Jörn Schipper (Vibraphon) und Thomas Milowski (Kontrabass)
Büchertisch: Buch- und Kunsthandlung Franz Leuwer
Gruppen melden sich bitte an unter: 0421-3614708
(Stadtbibliothek/Presse- und Öffentlichkeitsarbeit)

Veranstaltungsort: Obere Halle im Alten Rathaus, Am Markt

Dienstag, 26.01., 20:00 - »2 Literatur-Preisträger laden 2 Autoren ein«:
Lesung und Gespräch mit Clemens J. Setz / Cornelia Travnicek und Roman Graf / Judith Zander
Auf Anregung der Rudolf-Alexander-Schröder-Stiftung stellen die beiden diesjährigen Preisträger dem Bremer Publikum zwei Autorinnen vor, deren Texte sie sich verbunden fühlen. Clemens J. Setz hat Cornelia Travnicek eingeladen, Roman Graf Judith Zander.
Begrüßung: Barbara Lison
(Rudolf-Alexander-Schröder-Stiftung)
Moderation: Dr. Daniela Strigl (Wien)
Büchertisch: Buchhandlung Leuwer
Veranstaltungsort: Zentralbibliothek, Wall-Saal, Am Wall 201
Mittwoch, 27.01., 19:30 - André Rauch: »Ist es sinnvoll, eine Kulturgeschichte des Mannes zu schreiben?«, Lesung in deutscher Sprache
Diese Frage beleuchtet André Rauch, Professor für Soziologie an der Universität Straßburg, in seinem Vortrag zur aktuellen Genderforschung. In welchem Sinnzusammenhang steht die Geschichte des Mannes, geht es um Virilität und Männlichkeit? Viele männliche Stereotypen sind durch gesellschaftliche Umwälzungen ins Wanken geraten. Unter Berücksichtigung der Kulturgeschichte der Leidenschaft wird u.a. die Frage aufgeworfen, welche Rolle die Liebe in der Befreiung der Frau spielt. Die Geschichte der Frauen hat uns gelehrt, dass Historiker und Historikerinnen dem Geschlecht Rechnung tragen müssen, die Geschichte des Mannes weist auf Gesellschaftskrisen hin, die durch die französische Revolution und die Erklärung der Menschenrechte ausgelöst wurden.

Einführung: Yannick Mercoyrol (Institut Français)
Veranstaltungsort: Institut français, Contrescarpe 19

Abbildung: Buchcover André Rauch: L'identite a l'ombre des femmes
Freitag, 29.01., 19:30 - Andrés Neuman: »El viajero del siglo« / »Der Reisende des Jahrhunderts« Zweisprachige Lesung und Gespräch
Der argentinische Autor Andrés Neuman liest die Kurzgeschichte »Das Glück« (»Minigeschichten aus Lateinamerika«, Deutscher Taschenbuch Verlag, 2009), Auszüge aus seinem neusten Roman »Der Reisende des Jahrhunderts« sowie aus dem Werk »Ein Mal Argentinien«.
Neuman erhielt für »Der Reisende des Jahrhunderts« den renommierten spanischen Alfaguara-Preis. Der erst 32-jährige Schriftsteller und Dichter wird als einer der vielversprechendsten Autoren der spanischen Sprache gefeiert. Viele seiner Werke thematisieren direkt oder indirekt die Identitätskrise und die Krise des heutigen Mannes.

Begrüßung: Dr. Helena Cortés (Instituto Cervantes)
Einführung: Pablo González-Cremona (Instituto Cervantes)
Büchertisch: Buchhandlung Geist
Veranstaltungsort: Instituto Cervantes, Schwachhauser Ring 124

Abbildung: Andrés Neuman (Foto: © Daniel Mordzinski)


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