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“Auswege, Umwege und Irrwege” -Annemarie Schwarzenbach-Abend in der Zentralbibliothek
Am Dienstag, 9. Dezember 2008 findet um 19 Uhr in der Zentralbibliothek Am Wall ein Abend zum Gedenken an die schweizer Schriftstellerin Annemarie Schwarzenbach, die in diesem Jahr 100 Jahre alt geworden wäre, statt.
Hier der Pressetext zur Veranstaltung: “Gestorben im Alter von nur 34 Jahren, verlief ihr Leben in Extremen. Die Hamburger Übersetzerin Susanne Wittek, die die umfassende Biografie “Annemarie Schwarzenbach. Eine beflügelte Ungeduld” (Ammann Verlag, Zürich 2008) über die charismatische Schriftstellerin aus dem Französischen ins Deutsche übertragen hat, stellt Annemarie Schwarzenbach vor.
Annemarie Schwarzenbach, geboren 1908, war schön und hochbegabt. Sie stammte aus dem konservativen Schweizer Großbürgertum, stand politisch links und liebte Frauen. Schon früh rang sie um ein selbstbestimmtes Leben und schuf sich schreibend eine eigene innere Welt. 1930 begegnete sie Klaus und Erika Mann. Sie verliebte sich leidenschaftlich in Erika Mann, die ihr jedoch nur schwesterliche Freundin sein mochte. Von Klaus Mann, der Anfang 1933 ins Exil ging, bekam ihre Politisierung entscheidende Impulse. Als der faschistische Terror sich in Europa ausbreitete, unternahm sie ausgedehnte Reisen in vier Kontinente, die sie literarisch, journalistisch und fotografisch verarbeitete. Das gespannte Verhältnis zu ihren Eltern, viele unglückliche Liebesbeziehungen und ihre Drogensucht untergruben ihr psychisches Gleichgewicht dramatisch und ließen sie von ihrer politischen Weltanschauung abrücken. Am 15. November 1942 starb Annemarie Schwarzenbach im Alter von 34 Jahren.
Die Schweizer Theater- und Filmschauspielerin, Sprecherin und Vorleserin Katharina Schütz liest ausgewählte Texte und aus Briefen Annemarie Schwarzenbachs an Erika und Klaus Mann. Nach den Begrüßungen von Erwin Miedtke (stellvertretender Direktor der Stadtbibliothek) und Katharina Braun (Belladonna), wird der Schweizerische Generalkonsul, Walter Kägi ein Grußwort zur Veranstaltung sprechen.”
Die Veranstaltung findet im Wall-Saal der Zentralbibliothek statt. Besucher werden gebeten, den Zugang Am Wall zu benutzen.
Also… allein schon dass ein Schweizer Generalkonsul hier in Norddeutschland spricht ist doch schon einen Besuch wert, wo hört man in Bremen schon mal echtes Schwizerdütsch
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